Wie die Selbstliebe mich fand
Jeder Mensch bringt seine Herzensthemen mit auf diese Welt. Davon bin ich überzeugt. Vielleicht hat die Seele sie sich ausgesucht. Für mich ist das eine schöne Vorstellung …
Jeder Mensch bringt seine Herzensthemen mit auf diese Welt. Davon bin ich überzeugt. Vielleicht hat die Seele sie sich ausgesucht. Für mich ist das eine schöne Vorstellung. Mir schien mein großes Herzensthema lange Jahre zu banal. Aber gleichzeitig auch zu unlösbar.
Mein Herzensthema und ein Riss in meinem Inneren
Es tauchte in meinen Leben auf, als ich 11 Jahre alt war. Und meine Eltern sich trennten. Da gab es einen tiefen Riss in meinem Inneren. Der vom Kopf über mein Herz bis in den Boden meines Seins ging.
Es gab Tage, da wollte ich nicht mehr leben, dachte darüber nach, wie es wäre, tot zu sein. Wenn ich heute an das elfjährige Mädchen von damals denke – ich würde es am liebsten ganz fest in den Arm nehmen und trösten. Aber es war allein mit sich und seinen Gedanken. Und weit entfernt von dem, was es dringend gebraucht hätte: Selbstliebe.
Der Schmerz der unlösbaren Aufgabe
Wenn Eltern unglücklich und verloren sind, tragen Kinder oft daran mit. Denken sogar, dass sie Schuld sind an diesem Unglück. Wollen es wiedergutmachen. Eine unlösbare Aufgabe für ein Kind. Die es oft seine Selbstliebe kostet.
Es fühlt Scham und Schuld. So wird die Liebe wie unter einem dornigen Gestrüpp erstickt. Statt Selbstliebe entwickeln sich zermürbende Selbstzweifel und Ängste. Die den Körper in einen Zustand der Anspannung und Unsicherheit versetzen. Die den Gedanken entstehen lassen: Ich bin nicht gut genug.
Selbstliebe ist die Resonanz auf die Liebe der Eltern. Die Liebe meiner Eltern war da. Aber sie konnte nur bruchstückhaft bei mir ankommen. Weil sie selbst viele Risse in ihrer Seele hatten.
Die vielen Aspekte von Selbstliebe
In meiner nächsten großen Lebenskrise konnte ich meinem Mangel an Selbstliebe nicht mehr ausweichen. Eine Depression zeigte es mir sehr schmerzlich – und klar. Heute hat dieses Herzensthema viele Aspekte in meinem Leben. In Wertschätzung, Selbstbewusst-Sein – und in dem Weg zu einer wunderbaren Freundschaft mit mir selbst.
Was ist dein Herzensthema?
Was ist dein Herzensthema und wie hat es dich gefunden?
Dieser Schreibimpuls stammt von der wunderbaren Anna Koschinksi. In ihrer Facebookgruppe „Blog, Business und Text – die Schreibgruppe“ findest du noch mehr von ihr. Aufgabe war es, mit 300 Wörtern zu schreiben, wie mein Thema zu mir fand. #produktivBloggen
Ich wünsche dir, dass dein Thema einen guten Platz in deinem Leben hat. Und es dich immer wieder neu inspiriert, Kraft schenkt und du es zu einem Geschenk für dich und die Welt machen kannst.
Herzliche Grüße
Lass uns gemeinsam schauen, was du brauchst.
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Alexandra Cordes-Guth
Systemische Therapeutin (SG), Schreib- und Poesietherapeutin. Seit 2005 begleite ich Menschen dabei, gelassener mit beruflichen Herausforderungen und eigenen Selbstzweifeln umzugehen. Autorin von 6 Büchern und Entwicklerin der Glückskindstrategie.
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