Frieden in uns finden – mit der Kraft des Selbstmitgefühls
Frieden beginnt in uns selbst. Wie Selbstmitgefühl hilft, innere Unruhe zu lösen und freundlicher mit sich umzugehen.
Frieden beginnt in einem selbst. So einfach das klingt — so groß ist es als Lebensaufgabe. Wenn die Welt um uns laut wird, hilft uns nichts mehr, als nach innen zu hören. Und uns selbst freundlich zu begegnen.
Als systemische Therapeutin erlebe ich täglich Menschen, die innerlich mit sich kämpfen. Sie hadern mit dem, was sie nicht perfekt können, mit ihren weichen Stellen, mit Erinnerungen an Ungerechtigkeit. Sie verlieren sich in diesem Kampf — und finden den Weg heraus nicht alleine.
Im Frieden mit uns und unserer Geschichte sein
Wie kann es gelingen, friedlich mit sich selbst zu leben — gerade in turbulenten Zeiten? In jedem von uns gibt es innere Schlachtfelder. Sie entstehen, wenn der innere Kritiker unbarmherzig urteilt. Wenn alte Verletzungen reaktiviert werden und wir uns selbst dafür bestrafen, dass wir sie immer noch spüren.
Frieden entsteht nicht durch Druck. Nicht durch Selbstoptimierung. Nicht durch das nächste „Du müsstest endlich…". Frieden entsteht, wenn alle inneren Anteile und Emotionen Raum bekommen — angeschaut mit Mitgefühl, ohne sofort etwas verändern zu müssen.
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Buch ansehenFrieden Raum geben
Der erste Schritt ist die bewusste Wahrnehmung, dass wir viele innere Anteile in uns tragen. Sie geben uns die Wahl, wie wir auf uns selbst und auf die Welt blicken. Diese Wahl entscheidet, ob wir Konflikt erleben — oder Frieden.
Wenn wir als Kind verletzt wurden, können wir die Welt durch die Augen des hilflosen Opfers sehen. Oder durch die des wütenden Kämpfers. Wir können aber auch die Perspektive des weisen Erwachsenen in uns einnehmen — und damit heilenden Abstand zum alten Schmerz finden.
Der weise Erwachsene in uns kann selbst in stürmischen Zeiten die Zeichen des Friedens erkennen. Er setzt gesunde Grenzen. Er heißt das Gute mit Vertrauen willkommen. Er nimmt Dunkel und Licht wahr — und weiß: Frieden entsteht durch Verbindung und Liebe.
Liebe und Frieden in die Welt tragen
Wir kommen an diese innere Kraft, indem wir in echten Kontakt mit uns selbst gehen. Indem wir ehrlich werden mit unseren Emotionen — den hellen wie den dunklen. Wenn wir uns selbst begegnen, finden wir den Funken Liebe und Frieden, den wir mit anderen teilen können.
Erlaubnissätze für den inneren Frieden:
- Ich darf in Frieden mit mir sein, auch wenn ich enttäuscht bin über zusammengebrochene berufliche Pläne.
- Ich darf in Frieden mit mir sein, wenn Teile in mir wütend sind über respektloses Verhalten.
- Ich darf in Frieden mit mir sein, wenn Freundschaften schmerzhaft enden.
- Ich darf in Frieden mit mir sein, wenn ich Fehler gemacht habe und mich dafür schäme.
Sie hat es stets durch ihre empathische Art geschafft, genau an den Dingen mit mir zu arbeiten, die ich gerade benötigte. Mein Job raubt mir nicht mehr so viel Energie — und ich habe im Privaten wieder mehr Zeit für mich.
Frieden durch die Begegnung mit sich selbst
Viele Menschen leben in innerer Unstimmigkeit, ohne es zu merken. Die echte Selbstbegegnung beginnt damit, dass wir beobachten — wie wir mit uns sprechen, wie wir uns behandeln, was wir innerlich empfinden. Das gelingt über den Zugang zu unserem weisen inneren Erwachsenen. Durch bewusstes Atmen. Und durch ein Beobachten, das nicht urteilt.
Schreibimpuls: F-R-I-E-D-E-N
Ein Akrostichon lädt die Stimme der Liebe ein, durch intuitives Schreiben hörbar zu werden. Schreibe das Wort FRIEDEN senkrecht — und ergänze zu jedem Buchstaben ein Wort oder einen Satz:
R – Reise zu mir selbst
I – In Liebe und Mitgefühl baden
E – Erkennen, wo das Licht im Dunkeln leuchtet
D – Demut vor dem Grösseren, das ist
E – Erwachen und endlich losgehen
N – Neugierig auf das Glück, das kommt
Schreibe intuitiv, ohne zu lange nachzudenken. Und lies das Geschriebene anschließend laut für dich.
Möge der Frieden in dir stetig wachsen. Und mögen die Stimmen der Liebe und des Selbstmitgefühls immer lauter werden in deiner Wahrnehmung.
Lass uns gemeinsam schauen, was du brauchst.
30 Minuten Kennenlerngespräch — online, kostenfrei, ohne Verpflichtung. Du erzählst, ich höre zu, du bekommst eine ehrliche Einschätzung.
Alexandra Cordes-Guth
Systemische Therapeutin (SG), Schreib- und Poesietherapeutin. Seit 2005 begleite ich Menschen dabei, gelassener mit beruflichen Herausforderungen und eigenen Selbstzweifeln umzugehen. Autorin von 6 Büchern und Entwicklerin der Glückskindstrategie.
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